Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

orgelgeschütz, n.

orgelgeschütz, n.
ein schon um die mitte des 15. jh. aufkommendes und bis in den anfang des 17. jh. verwendetes geschütz, das aus mehreren röhren (wie orgelpfeifen) zusammengesetzt war, die gleichzeitig oder schnell hintereinander abgefeuert werden konnten: das nennt man ein orgelgeschütz umb desz willen, dieweil es viel rohr und nachbüchsen hat, zugleich wie ein orgel viel pfeiffen hat; man nennts auch ein geschreigeschütz der ursachen, das es viel schüsz thut. Fronsperger kriegsb. 1, 72ᵃ. Eggers kriegslex. 2, 316. Freytag bilder (1867) 3, 28 anm. eine moderne nachbildung desselben ist die 1867 in Frankreich eingeführte und im deutsch-französischen kriege 1870 verwendete mitrailleuse.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1885), Bd. VII (1889), Sp. 1342, Z. 15.

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Zitationshilfe
„orgelgeschütz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/orgelgesch%C3%BCtz>, abgerufen am 15.08.2020.

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