Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

osterfladen, m.

osterfladen, m.
fladen als osterspeise, osterkuchen, placenta paschalis Stieler 494. vergl. myth.⁴ 31. Birlinger volksth. 2, 83, 108:
von einem weib ward ich geladn,
dasz ich kem, holt ein osterfladn.
J. Graff 6, 1 Schade;
neuwgebachen osterfladen. Kirchhof wendunm. 237ᵇ; die gültayr sollen allwegen zu osterfladen damit gebachen und jedem pfrüendtner ein stuck von einem fladen gegeben werden. pfründn.-ordn. vom j. 1543 bei Birlinger schwäb.-augsb. wb. 366ᵃ; ein junger hertzog ausz Schwaben nam einen osterfladen von der kaiserlichen tafel, ehe sich der kaiser gesetzt hatte. Zinkgref 1, 17; eine frau hett am karfreitag (wie es im Schwabenland der brauch ist) gemacht und gebacken ir osterfladen. Bebel facet. (1589) 132ᵃ; sie weihen .. eier, schinken, schmaltz und gute osterfladen. Ringwald l. w. 437;
er ist lang hinterm ofen gsessen
und hat viel osterfladen gessen.
Eyering 2, 226;
die ostern wünschet ihm zur frist,
der so gern osterfladen ist.
Spangenberg anbindbriefe M 5ᵃ;
die osterfladen schmecken. J. Paul polit. fastenpred. 55.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1886), Bd. VII (1889), Sp. 1374, Z. 78.

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Zitationshilfe
„osterfladen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/osterfladen>, abgerufen am 13.08.2020.

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