Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

ostwind, m.

ostwind, m.
aus osten wehender wind (vgl. osterwind 1), im 15. jahrh. ost- und ostenwint, subsolanus Dief. nov. gl. 353ᵃ. voc. 1482 y 2ᵃ, ostwind Alberus P 3ᵇ. Frank weltb. 3ᵃ: da nu Mose seine hand recket uber das meer, lies es der herr hin weg faren durch einen starken ostwind die gantze nacht, und macht das meer trocken. 2 Mos. 14, 21; anfangs trieb ein ostwind sie gegen Britannien. Lohenstein Arm. 2, 1233ᵇ; der allgemeine ostwind, welcher den ganzen ocean zwischen den wendezirkeln beherrscht. Kant 9, 85 ff.;
armes kind, wie das ganze gesicht roth glühet vom ostwind!
Voss ged. 2, 290;
wenn ein stürmischer ostwind die fahrzeuge anfällt.
Stilling georg. 2, 107;
wenn der äther, wolken tragend,
mit dem klaren tage streitet,
und ein ostwind, sie verjagend,
blaue sonnenbahn bereitet.
Göthe 47, 68;
die see ging hoch, der ostwind pfiff.
Freiligrath (1870) 1, 161.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1886), Bd. VII (1889), Sp. 1383, Z. 76.

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Zitationshilfe
„ostwind“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ostwind>, abgerufen am 11.08.2020.

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