Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

ottomane, f.

ottomane, f.
aufgenommen aus franz. ottomane, vom adj. ottoman (osmanisch, türkisch), ein breites niedriges sopha ohne füsze und lehne nach morgenländischer weise (vergl. divan 2); durch die frühere schreibung mit nn suchte man dem worte einen deutschen anstrich zu geben (vergl. Andresen volksetym.³ 173): ich behelfe mich .. mit einem altmodischen kanapee, da ich doch wenigstens eine ottomanne haben müszte. Möser 3, 14;
durchnäszt, als stieg er gleich aus einer badewanne,
schwankt der kalif auf seine ottomanne.
Wieland Oberon 5, 52;
prinzessin hat sich in eine ottomanne geworfen. Schiller 5, 1, 106. 2, 225;
seht, dort schwelgt er auf der ottomanne (: kanne).
Rückert 4, 71, vgl. 6, 122;
er lehnt sein bärtig haupt an einer sklavin brust
auf goldbefranzter ottomane (: fahne).
Freiligrath (1870) 1, 88.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1886), Bd. VII (1889), Sp. 1387, Z. 3.

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Zitationshilfe
„ottomane“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ottomane>, abgerufen am 11.08.2020.

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