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ocean, ozean, m.

ocean, ozean, m.
aus gr. lat. oceanus, bei Homer der die weltscheibe umflieszende weltstrom (des Avernus schwarzer ocean, flusz Schiller 6, 272), später das grosze äuszere weltmeer (stiller, atlantischer, indischer ocean): der ocean, die offenbare see, das weltmeer. Ludwig teutsch-engl. wb. 1352;
sie (sonne) jaget frisch herauf aus ihrem ocean,
dasz erd und himmel lacht.
S. Dach 277 Öst.;
verschwindet, wie ein bach im ocean.
Göthe 9, 308;
und hättest du den ocean durchschwommen.
41, 74;
nach langer irrfahrt auf dem ozean.
Schiller 6, 361;
wie sie (sonne) zögert, sich zu wenden
nach dem stillen ocean!
Uhland (1879) 1, 65;
im plural:
da wälzten sich oceane
um ihn mit langsamer fluth zum menschenlosen gestade.
Klopstock Mess. (1748) 1, 611;
dasz Albion ...
der räubervollen oceane schrecken werde.
Ramler 1, 80;
in der ozeane brausen.
Rückert 1, 135;
personificiert:
und die bächlein von gebirgen
jauchzen ihm (felsenquell), und rufen:
bruder nimm die brüder mit!
mit zu deinem alten vater,
zu dem ew'gen Ocean.
der junge Göthe 2, 32;
übertragen und bildlich:
ich versinke, geh unter
in deiner welten ozean!
Klopstock 1, 155;
wer kann
im ocean der luft des windes pfade spähen?
Wieland Klelia u. Sinib. 1, 69;
auf ungemeszne ferne,
im ocean der sterne.
Göthe 5, 93;
die seele kehrt zurück zum ocean des lichts.
Gotter 1, 384;
zwischen der ewigkeit beiden unendlichen oceanen
liegt die insel der zeit, mit mannigfaltiger küste.
Stolberg, archiv für litteraturgesch. 13, 97;
still lenke sie zum ozeane
der groszen harmonie.
Schiller 6, 278;
er schwimme wie ein fisch
in einem ocean von wonne.
Wieland 9, 28;
(er) wird wie eine morgensonne
entsteigen aus dem ozean der kraft.
Werner M. Luther 1, 2;
sie gehen mit vollen segeln auf dem ocean der liebe, und ehe der mond sich erneut, sind sie in den hafen der ehe eingelaufen. H. v. Kleist 3, 50 H.; aus dem groszen ocean schriftstellerischer seichtigkeit. A. W. Schlegel vorles. 2, 19, 25 neudr.;
(ich möchte) auf sein gesicht
einen ocean von salzen thränen schwemmen.
Heinrich VI. 2. theil 3, 2;
auf dem ozean des klippenvollen lebens.
Tiedge Urania 2, 14;
stürmisch geht in holen wogen
des menschenlebens ocean.
Rückert 1, 137;
in einem ocean von albernheiten
erscheinen ein'ge geniale schwimmer!
Platen 2, 140;
composita: oceandurchwandelnd Bürger 147ᵇ; oceansgewalt 97ᵇ; oceangrenzend Voss ged. 3, 121.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1885), Bd. VII (1889), Sp. 1128, Z. 50.

ozean

ozean,
s.ocean.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1886), Bd. VII (1889), Sp. 1388, Z. 43.

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Zitationshilfe
„ozean“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ozean>, abgerufen am 07.08.2020.

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