Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

P

P,
der harte lippenlaut, der sechszehnte buchstabe unseres alphabets (vor der scheidung des I und J der fünfzehnte Hederich 1744), über den schon bei b th. 1, 1049—1055 ausführlich gehandelt worden ist, womit noch Weinhold s beobachtungen in alem. gramm. § § 148—154 und bair. gramm. § § 121—123 zu vergleichen sind. — p haissen die teutschen schreiber den plaser, hat gar ein klaine underschaid von b, wird eins für das ander genomen. Aventin. 4, 30, 14; das b und p wird gemachet mit den lebtzen, durch des athems gewalt aufgerissen, das einer den athem helt mit zuͦgespertem mundt, das er im die backen auftreibet wie einem pfeiffer, und läszt dann den athem durch geöffnete lebtzen faren; das p ist herter. Ickelsamer B 2ᵇ. — in der redensart ich will ein p für das haus schreiben (Frank 2, 71ᵇ. Eyering 3, 72 mit dem zusatz mein lebenlang heraus zu bleiben), nd. een p vor schreven, dafür sorgen, dasz sich niemand daran wagt oder vergreift (brem. wb. 3, 278. Dähnert 341ᵃ. Danneil 150. Schütze 3, 183) bezeichnet p wahrscheinlich die in einem hause herrschende pest, s. Schiller-Lübben 3, 288ᵃ ff. Wander 3, 1164.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1886), Bd. VII (1889), Sp. 1389, Z. 1.

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Zitationshilfe
„p“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/p>, abgerufen am 26.02.2021.

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