Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

pöbelvolk, n.

pöbelvolk, n.
leute aus dem pöbel, der pöbel, mhd. povelvolc: daʒ tuont aber niur unbiderbe liute, daʒ povelvolc. Berthold v. Reg. 2, 115, 19; dâ sint ouch drîer hande liute, povelvolk und grôʒen herren und fürsten. 212, 28 (später nur povel); nhd. und zoch auch mit inen viel pöbelvolk, und schaf und rinder. 2 Mos. 12, 38 (pubelvolk Fromm. 6, 43ᵇ); fand man nach inen wol, dasz die kesten brochen und geraumpt weren durch dasz ring böfelvolk. Baumann quellen 1, 265;
das pöfelvolk verlachts allsant.
Schmelzl Saul 6ᵇ;
aber das pöfelvolk ungschlacht,
die in zum tödtn hetten gebracht,
liesz er werfen int löwengruben.
H. Sachs 15, 287, 3;
ein gutes fürsten-regiment gibt mehr- und beszres frei,
als wol desz leichten pöfel-volks verwirrte policei.
Logau 2, 2, 91;
des pöbelvolks unweiser hauf
ist auch auf ihrer seite.
Gerhard 70, 22 Gödeke.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1888), Bd. VII (1889), Sp. 1956, Z. 1.

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Zitationshilfe
„pöbelvolk“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/p%C3%B6belvolk>, abgerufen am 10.07.2020.

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