Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

pülverlein, n.

pülverlein, n.,
mhd. pulverlîn, dimin. zu pulver (1, b und c), vgl. pülverchen:
ein syrop und ein pulverlîn
suochet einer, der wil ein arzet sîn.
Renner 16714;
so muͦsz man sie (die warnung) wie die artzet die pillulen, mit zucker bedecket, den kranken darreichen und under dem schein eines süszen pülverlins auch das bitter zu irem nutz und gesundtheit einbringen. Scheidt Grobian. s. 5 neudruck; in mitte des schadens sol ein pülverlin gestrewet werden, das in trückne. Ryff chir. 156ᵇ; ein pülverlein, das die rothen flaraugen trucknet und vertreibet. Colerus 3, 114ᵃ, pülverle Maaler 320ᶜ (basl. bülferli, pille und arzneipulver Seiler 45ᵇ); obscen: er nimpt den ailften finger ... und strewet ir das pulverlein ein spann von dem nabel ein. Lindener schwankb. 176 Lichtenst.; giftpulver: er machte ihm (sich) gar kein gewissen, denjenigen, so seinen begirden verhinderlich wahr, durch ein pülverlein aus dem wege zu reumen. Butschky Patmos 526 (379); einem ein pülverlein (einen tödtlichen gift) beibringen. Ludwig 1433.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1889), Bd. VII (1889), Sp. 2222, Z. 23.

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Zitationshilfe
„pülverlein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/p%C3%BClverlein>, abgerufen am 15.07.2020.

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