planen verb
Fundstelle: Lfg. 10 (1887), Bd. VII (1889), Sp. 1887, Z. 63
1)
plan machen, ebnen, glätten: mhd.
mit angesten plânete sie daʒ was (wachs)
und solde scrîben Enêas.
Veldeke En. 282, 13;
nhd. ein bret planen u. dergl. Stieler 1460, vgl. planieren.
2)
mhd. eben, flach hinlegen:
ûf dem wale hin und her
die tôten plânten si entwer.
Dietrichs flucht 9890.
3)
nach franz. planer von raubvögeln, die in der luft schweben, um auf ihre beute niederzustoszen: Basko. ich, der ich sonst herumschwärme den ganzen tag, und plane wie ein raubvogel, musz heut den ganzen nachmittag hier auf der bärenhaut liegen. d. j. Göthe 3, 564; um sein haupt planen raubvögel. F. Müller 1, 4.
4)
einen plan (6) oder pläne machen, aussinnen, planmäszig womit vorgehen:
ihr plantet den siegern verderben im rücken.
Ditfurth volksl. (1870—1871) 117, 1;
so war es geplant.
Scheffel waldeinsamkeit 7.
tirolisch planen, pläne schmieden Schöpf 506, davon altbairisch (nach mündlicher mittheilung) ein planer oder planist.
Zitationshilfe
„planen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/planen>, abgerufen am 22.08.2019.

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