plastisch adj. und adv
Fundstelle: Lfg. 10 (1887), Bd. VII (1889), Sp. 1900, Z. 21
körperlich bildend, gestaltend oder gestaltet, der plastik gemäsz, dienend: glaube, liebe, hoffnung fühlten einst ... einen plastischen trieb in ihrer natur, sie befleiszigten sich zusammen und schufen ein liebliches gebilde .., die geduld. Göthe 56, 129; plastische anatomie 44, 60 ff.; die plastische natur des menschen. Schiller 10, 80; plastische darstellungen. A. W. Schlegel vorles. 1, 128, 10 neudruck; plastischer künstler Gervinus⁴ 5, 213, auch plastischer dichter (H. Heine suppl. 157), dessen gestalten gleichsam körperlich hervortreten, darnach plastische poesie H. Heine 13, 18; plastisch darstellen, malen (mit stark abgerundeten formen), schildern u. s. w., plastische schärfe Lenau (1880) 2, 343, ruhe Auerbach ges. schriften 19, 168, anschauung 176; plastische gewaltsamkeiten (raub plastischer kunstschätze) Klopstock 5, 533 Hempel; plastischer thon, modellierthon.
Zitationshilfe
„plastisch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/plastisch>, abgerufen am 21.10.2019.

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