polémik f
Fundstelle: Lfg. 11 (1888), Bd. VII (1889), Sp. 1977, Z. 3
wissenschaftliches wortgefecht und die kunst desselben; im 18. jahrh. entlehnt aus franz. polemique vom griech. πολεμική (nämlich τέχνη), die kriegskunst: dasz wir es gewesen sind, welche die polemik zu einer wissenschaft erhoben haben. Klopstock 12, 301; die theologische, die literarische polemik ... die beiden polemiken. 302; Luthersche polemik. Lessing 10, 248; streiten mit grosen männern macht immer aufsehen und lärmen, und wenn man auch zertretten wird — thut nichts; man wird doch immer in der polemick neben einem grosen namen genannt. F. Müller Faust 33, 31 neudr.; mit wenigen milden worten erreicht er (der 'temps') seine zwecke viel leichter als andere mit ihrer lautesten polemik. H. Heine 8, 61; ästhetische polemik Gervinus⁴ 3, 464.
Zitationshilfe
„polémik“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/pol%C3%A9mik>, abgerufen am 24.10.2019.

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