präparieren verb.
Fundstelle: Lfg. 11 (1888), Bd. VII (1889), Sp. 2070, Z. 12
aus franz. préparer, lat. praeparare, transitiv und reflexiv, vor- oder zubereiten: prepariren (für das examen) churfürstl. sächs. schulordnung vom j. 1580. Germania 28, 396; praeparirn, fürbereiten, zuvor rüsten und anschicken. Roth dict. (1571) N 1ᵃ; irgend ein frauenzimmer wird, mein buch in der hand, sie fragen: 'was heiszt denn hier das lateinische wieder?' wollen sie da nicht auf der verlegenheit ertappt werden: so präpariren sie sich hübsch. Hermes Soph. (1776) 5, 527;
habt euch vorher wohl präparirt,
paragraphos wohl einstudirt.
Göthe 12, 97 (Faust 1, 1958 Weim.);
sich wozu, worauf präparieren: als wil ich (der arzt) ... mich also bald dazu praepariren und die verwundete dame ... curiren und heilen. Rist das friedewünschende Teutschland 3, 3; sich aufs examen präparieren u. dergl.;
was neu sich bildet in dem drang der zeit,
verachtet ihr, weil ihrs nicht fassen könnt,
nicht (anatomisch) präpariren auf der todtenbank.
Freytag ges. werke 2, 99.
davon das präparat Göthe 43, 116 f., die präparation Roth a. a. o. Ludwig 1419, plur.: dasz ich ... mich seer übte an präparationen allerlei artznien. F. Platter 252 B.
Zitationshilfe
„präparieren“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/pr%C3%A4parieren>, abgerufen am 22.11.2019.

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