Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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prall, adj. und adv.

prall, adj. und adv.
spann-, federkräftig, elastisch (siehe Campe verdeutschungswb. 281ᵃ), gedrungen, stramm, eigentlich zum fort-, rückstosz geeignet (s.prallen, prellen), im 18. jahrh. aus dem gleichbedeutenden nd. pral, prall (Schiller-Lübben 3, 369ᵇ. Richey 192. brem. wb. 3, 359) ins schriftdeutsche aufgenommen. vgl.drall. — sie betasteten seine prallen schenkel. Musäus 3, 181; die siebenjährige haft hatte die prallen muskeln erschlafft. 4, 85;
das pralle büblein, das ihn (feldstuhl) dir nachtragen wird.
Voss Arist., die ritter 1386;
die runden brüstlein, o wie prall!
die Acharner 1210;
sie sind gesund, und pralle lend und wade
bezeugt solidität.
H. Heine 15, 269;
sie wurde in das weichste und prallste der betten gelegt. Wieland 35, 185. vgl. 18, 97. 188. — adverb: welch besagter fluch schon .. prall in herrn Ph. gallenblase oben auf geschwommen. Bode Tristr. 4, 175;
mein rundliches bäuchlein
klatscht nun wieder so prall.
Voss ged. 2, 262.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1888), Bd. VII (1889), Sp. 2062, Z. 67.

prall, m.

prall, m.,
s.prahl.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1888), Bd. VII (1889), Sp. 2063, Z. 7.

prall, m.

prall, m.,
aus nd. pral (Schambach 158ᵇ), heftig auf etwas festes andringender oder zurückwerfender stosz, an- oder abprall und der dadurch entstehende schall (vgl.prahl): im prall auf die erde. J. Vogel ungrische schlacht (1626) 65;
krachend zerbricht von dem prall plazregnender wirbel der mastbaum.
Voss Ovids verw. 49, 141;
dasz im schmetternden prall des galopps
brust an brust den gaulen zerkracht.
Än. 11, 614;
ihm ist, als ob im jähen fall
gehirn und herz zusammenschlagen,
gelöst vom ungeheuren prall.
Lenau (1880) 2, 182;
da dreht er vor dem pralle der lanzen seinen bug.
Rückert Hamasa 2, 149;
die reihen schlagen mir mit leichtem prall
die feste brust.
C. F. Meyer Hutten 58.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1888), Bd. VII (1889), Sp. 2063, Z. 8.

prallen

prallen,
s.prahlen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1888), Bd. VII (1889), Sp. 2063, Z. 26.

prallen, verb.

prallen, verb.,
aus nd. prallen (Richey 192. Dähnert 359ᵃ), mit oder wie mit einem prall aufstoszen oder zurückfahren (s.an-, auf-, abprallen, zurückprallen) Stieler 1472, vgl.prellen: das prallen eines an die wand geworfenen balles. Ludwig 1419;
ich spürt ein ungeheures prallen,
der fels war aus dem mond gefallen.
Göthe 41, 153;
(wie er) sein ross besteigt, da bäumt und prallt der gaul.
Lenau (1880) 2, 284.
gewöhnlich mit angabe der richtung durch eine präposition oder ein adverb:
unter uns liesz man sie (geschosse) prallen.
Liliencron volksl. 228, 11 (vom j. 1502);
denn die sonne prallt mir ganz unleidlich auf den schädel (s.aufprallen). Wieland 20, 6; die donner prallten aneinander. Bettine tageb. 235; man prallt mit schild und speer an dieselben heroen. Gutzkow ritter⁴ 9, 283;
die flut pralle vom zackigen fels!
Platen 2, 301;
dasz ihm der schmerz durch alle glieder .. prallt.
Lenau 2, 182;
wenn er die (keule) mit der faust abstreckt,
so pralt sie also fort herwidder (s. widerprallen).
Rollenhagen froschm. I. 2, 11 (L 3ᵃ);
dasz er gleich wie ein wollsack wieder prallete. Lazarillo 36;
rückwärts prallt und fällt das geschosz (s. zurückprallen).
Voss Ovids verw. 52, 292;
und ungestümer prallen
die fluten an (s. anprallen).
Schiller 1, 325.
bergmännisch prallend was prallig: wo in einem stücklichen gebirge steile anhöhen mit einander wechseln, saget man, dasz es daselbst prallend sei. bericht vom bergbau 2; prallend gebürge Chemn. bergm. wb. 391ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1888), Bd. VII (1889), Sp. 2063, Z. 27.

prällen

prällen,
s.prellen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1888), Bd. VII (1889), Sp. 2063, Z. 58.

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Zitationshilfe
„prallen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/prallen>, abgerufen am 06.03.2021.

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