buffer, puffer m
Fundstelle: Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 493, Z. 73
placentae genus, ein pfannkuche, zu dem statt des mehls geriebne kartoffeln genommen werden, weil er puft, dick aufschwillt, s.auflauf. auch das engl. puff, puffpaste ein aufgeblasenes backwerk. vgl.blinz.
buffer, puffer m
Fundstelle: Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 493, Z. 69
pyrobolus manuarius, sackbuffer, knallbüchse, terzerol, das man in der tasche tragen kann. auch ein stumpfes messer, wie es der schinder beim ausbuffen eines thiers braucht. Schmeller 1, 157.
puffer m
Fundstelle: Lfg. 12 (1889), Bd. VII (1889), Sp. 2210, Z. 55
1)
kleine knallbüchse, schlüsselbüchse, terzerol brem. wb. 3, 370. Anton wb. der gaunerspr. 63ᵃ, nnl. poffer Kramer 297ᵇ, s.buffer 1 theil 2, 473:
ein signal aus seinem puffer.
Ditfurth volksl. 1, 2, 346 (vom j. 1809);
die pritsche klatscht, der puffer knallt.
Uhland (1879) 2, 149;
die puffer .. sind geladen. Freytag ges. werke 4, 382; bildlich:
dis blat soll länger nicht von herber wermuth singen ..
der puffer meiner lust brennt seinen innhalt losz.
Stoppe ged. 1, 117.
dim. pufferchen Langbein schriften (1841) 13, 139. vgl. puffert 1.
2)
einer der püffe austheilt, schlägt und stöszt: dieser garstige puffer. Abr. a S. Clara Judas 3, 259; bair. buffer, ein rind das keine oder kurze hörner hat, auch ein kurzer oder untersetzter mensch Schm.² 1, 213; kärnt. pufferle, kleiner stier Lexer 45.
3)
das einmalige puffen (knallen, schlagen, stoszen) Lexer a. a. o.
4)
puffer an eisenbahnwagen, eine elastische vorrichtung zur verhütung von beschädigungen durch zusammenstoszen. Karmarsch 1, 674.
5)
eierkuchen von rohen kartoffeln Allestein kochbuch 300. vgl.puffert 2.
Zitationshilfe
„puffer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/puffer>, abgerufen am 23.11.2019.

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