Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

rühmer, m.

rühmer, m.
lober, prahler, aufschneider, ahd. hrômari (Graff 4, 1142), mhd. rüemære, ruomære (mhd. wb. 2¹, 810ᵃ): und ist nich anders, das ich mein kleinwenigkeit erwege, und mein widerwertig gemüt, das ich kein lust hab mit einem solchen rhümer und schreier (dr. Eck) zu disputiren. Luther 1, 148ᵇ; das wil ich gesagt haben wider die halsstarrigen rhümer, die jmer plaudern, die kirche, die kirche, die kirche, wissen nicht, weder was kirche noch heiligkeit der kirchen sey. 293ᵃ; jr viel .. geben für .. das sie besser wissen wollen, dann andere die es verstandt, als solte Avicenna (dem solche rühmer nicht die schue zu wischen werd seind) die essentz assii nicht verstanden haben. Thurneisser magna alchymia 2, 47; alopex: ein fuchs, ein listiger falscher groszer rühmer. 96; du schöner rühmer, wie kanstu wissen, welcher mann klug oder gelehrt sey. Zinkgref apophth. 1, 384; wollte man überhaupt fleiszige forscher mehr hören als anmaszliche rühmer und zierlinge. Lachmann in Köpke's ausg. von Barlaam und Josaphat (1818) 423.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. VIII (1893), Sp. 1451, Z. 12.

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Zitationshilfe
„rühmer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/r%C3%BChmer>, abgerufen am 16.05.2021.

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