Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

rührscheit, n.

rührscheit, n.
scheit, holz zum umrühren, schüren bei verschiedenen verrichtungen und gewerken. Jacobsson 3, 467ᵇ: die brûwemeister sal haben eine schuffen zu brûwene und sîn rûrschît. Mühlh. rathgesetzg. 115 (14. jh.) bei Lexer mhd. wb. 2, 550. ruͦrschît pistillum, stöpel, mörselkeule, stämpfel. Graff 4, 1178; es sindt auch etliche die hülzene rürscheiter gebrauchen, aber die stempfel seind besser dann die rürscheit. Bechius Agr. 316; fuwerschufel, rurschyt rutabulum. Dief. 504ᶜ. s. morungum 369ᵃ; rühre es mit einem rührscheidt, oder spattel wol durch einander. Thurneisser magna alchymia (1583) 1, 78; schlag den wein mit einem durchlöcherten rührscheidt durch einander. Tabernaem. kräuterb. 604 B.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. VIII (1893), Sp. 1472, Z. 69.

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Zitationshilfe
„rührscheit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/r%C3%BChrscheit>, abgerufen am 03.08.2021.

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