Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

rümpchen, n.

rümpchen, n.
fischbrut, am Niederrhein: fischbrut, welche unter dem gemeinsamen namen rümpchen in den handel gebracht werden. unterschieden werden lutterrümpchen oder süsze rümpchen (brut der cobitis barbatula); bitterrümpchen oder riedlingchen, brut der feritze (phoxinus laevis); güwchen von gobio fluviatilis; kaulkopf von cottus gobio; gesäms kleinste brut aller in der Ahr lebenden fische. Siebold 420. dazu rümpchenfang: der rümpchenfang ist ein am Niederrhein seines alten herkommens wegen geduldeter misbrauch, infolge dessen unzählige fischbrut aus der Ahr weggefangen und als delicatesse genossen werden. 419.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. VIII (1893), Sp. 1486, Z. 59.

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rückisch
Zitationshilfe
„rümpchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/r%C3%BCmpchen>, abgerufen am 02.08.2021.

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