Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

rüspeln, verb.

rüspeln, verb.
1)
ein leichtes, flüchtiges geräusch verursachen Pfister 240 (vgl. rispeln 2 und westerw. rischpeln Schmidt 163), besonders sich räuspern (vgl. auch räuspeln sp. 315), rüsplen screare, excreare, spuere Maaler 337ᶜ, niederl. ruspelen screare Kilian: aber hüt dich daz du dich nit bewegest rüsplest noch huͦstest. Nicl. v. Wyle transl. 49, 32 Keller; und merckt eben uff alle ir geberde, wort, süfftzen rüspeln huͦsten und lachen. 64, 17; die umkerten worte. dynen letzen halsz. süftzen. rüsplen, huͦsten, lachen, du abbrich. Terent. (1499) 76ᵇ (inversa verba, eversas cervicis tuas, gemitus, screatus, tussis, risus abstine. heautont. 372—373);
huostens scholt du auch beginnen,
rüspel ser und wasch dich drat!
Wittenweiler ring 27ᶜ, 26.
2)
westfälisch ruspeln von leichtem frost Woeste 221ᵇ. vgl. rispeln 3.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. VIII (1893), Sp. 1538, Z. 60.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
rückisch
Zitationshilfe
„rüspeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/r%C3%BCspeln>, abgerufen am 15.05.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)