Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

rüspern, ruspern, verb.

rüspern ruspern, verb.
1)
sich räuspern (vergl.räuspern sp. 316) brem. wb. 3, 564. Stalder 2, 294. oft ist schwer zu entscheiden, ob nur die nicht diphthongierte gestalt des hochd. räuspern oder ein davon verschiedenes wort (mit kurzem vocal) vorliegt: rüsper dich, hie wils werden. Luther 8, 115ᵃ;
er (der fuchs) leckt das maul und ruspert sich,
und sprach: herr Henning, hört doch mich.
B. Waldis Esopus 4, 2, 59;
ein jeder wolt da thun das best ..
ruspert, rultzt, brumt nach beeren arth.
froschm. Dd 2ᵇ;
und ruspert sich zum dritten mahl,
sprach, das es schallet uberall.
Qq 5ᵇ;
der schüler thet sein nit vergessen ..
sich uff dem hew do rüspern was.
Eyering prov. cop. 2, 433.
2)
von leichtem frost: es hat die nacht ein bischen geruspert. der dadurch rauh und holperig gewordene erdboden heiszt rusperig Vilmar 334. Pfister 240. vgl.rüspeln 2.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. VIII (1893), Sp. 1539, Z. 5.

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Zitationshilfe
„rüspern“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/r%C3%BCspern>, abgerufen am 07.05.2021.

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