reffen verb
Fundstelle: Lfg. 3 (1887), Bd. VIII (1893), Sp. 491, Z. 31
seemännisches, in die neuere schriftsprache übergegangenes wort, segel einziehen: segel reffen;
da naheten dem öden strand,
die grauen segel eingerefft, drei fischerboote, wohl bemannt.
Freiligrath dicht. 1, 160.
reffen auch beisegel an die ordentlichen segel setzen. Jacobsson 3, 378ᵃ.
reffen verb
Fundstelle: Lfg. 3 (1887), Bd. VIII (1893), Sp. 491, Z. 24
flachs durchziehen, um die knoten abzustreifen: ich reff, pecto linum Alberus; in der Wetterau reffen. Kehrein 1, 326; ebenso hessisch reffen, im sächsischen Hessen rêpen, älter raffen und reffeln, den ausgejäteten flachs durch eiserne kämme hindurchziehen, um die knoten abzustreifen. Vilmar 319. vgl. auch raffeln 4, sp. 56. mhd. reffen ist allgemein rupfen, zupfen.
Zitationshilfe
„reffen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/reffen>, abgerufen am 23.10.2019.

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