Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

regungslos, adj. und adv.

regungslos, adj. und adv.
ohne regung, vgl.reglos: zu abend schmauste der alte fürst bei dem erzbischof und liesz sich wohl sein, bis er den gebrauch seiner sinne in dem grade verlor, dasz er regungslos in sein zelt geschafft ward. Dahlmann dän. gesch. 1, 331; diese (beterin) liegt zwar regungslos auf den steinernen altarstufen, doch in der wechselnden beleuchtung bewegt sich ihr schatten. H. Heine 2, 348; vor dem schlosse kniete Anton am boden und stützte das haupt des gefallenen reiters mit seinen armen ... langsam wurde der regungslose auf den händen der männer nach dem hause getragen. Freytag soll u. haben 2, 275;
die ehernen kolossen
stehn regungslos, so bald er sie berührt.
Wieland 22, 106 (Oberon 3, 17);
stumm und regungslos in sich verschlossen
ruht die tiefe see dahin gegossen.
Lenau neue ged. 111;
es pickt der fink am auge regungslos,
und ruhig wächst auf ihrem haupt das moos.
A. v. Droste-Hülshoff ged. 347.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1887), Bd. VIII (1893), Sp. 553, Z. 34.

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Zitationshilfe
„regungslos“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/regungslos>, abgerufen am 05.03.2021.

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