resch adj.
Fundstelle: Lfg. 5 (1890), Bd. VIII (1893), Sp. 818, Z. 50
umgelautete form von rasch, s. sp. 125. Schm. 2, 156. Frisch 1, 87ᵃ. auch in der form rösch (s. d.).
1)
hurtig, schnell, kräftig beweglich: kräftig, starck und resch (von pferden). Hohberg 2, 131ᵃ; entnommen pferd laufen resch. Franck sprichw. (1541) 1, 88ᵃ;
er was an laufen resche.
fastn. sp. 457, 28;
wolauf, wolauf, resch und bald!
Gödeke-Tittmann liederb. 108;
die bäurin. es geht ein bettelman herein.
es wird ein fahrend schuler sein.
der pfarrer. so gib im resch und lasz jn gehn.
H. Sachs fastn. sp. 3, 126, 69 neudruck;
so wil ich
hin gen und an der Pegnicz resch
pald aufschlagen mein saiffen wesch.
5, 115, 92.
2)
in freierer anwendung, frisch, scharf, kräftig: macht nicht der eingegossen wein die pfeyff resch? Fischart Garg. 23ᵇ; frische, resche wasser. Hohberg 2, 141ᵇ; es ist besser, dasz ein bier resch und frisch gesotten werde. 2, 82ᵃ; wann der wein springt und resch ist am einschenken, so ist er gut. 1, 367ᵇ; auf einer reschen glut geschwind, so lang als ein paar eyer, sieden lassen. 1, 228ᵃ; nimm in einen newen hafen ein resche laugen, arsenick und quecksilber, lasz an einander sieden. Seuter roszarzn. (1599) 290.
Zitationshilfe
„resch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/resch>, abgerufen am 26.05.2019.

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