Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

rotunde, f.

rotunde f
daneben rotonde, rundliche anlage, z. b. als parkanlage von hecken, geschnittenen bäumen u. ähnl. gebildet; auch rundbau, kuppelbau, rundgewölbe: er machet ouch den garten zwüschend dem münster und sant Johans, denselben mit ainer mur und rottund und sinwel gewelben umbmuren. G. Öheim 91, 25; die rotonde steht noch ganz. Göthe 43, 13;
und drüben, wo der matte schein
haucht aus den fenstern der rotunde,
dort ziehn die frommen beter ein.
Droste - Hülshoff 1, 208;
und mitten in das innre der rotonde
trägt ein beherzter sprung den wagenden.
Schiller 11, 52.
vom himmelsgewölbe:
die strahlende rotunde
sein ernster blick durchspäht,
schon will der himmelswagen
die deichsel abwärts tragen.
Droste-Hülshoff 1, 244.
in der älteren sprache als kleidungsstück (mlat. rotundellus, rodundellus, redundellus Du Cange), besonders stutzerisches:
aber sie (mönche) tragen gern schön mentel
und weisz piret und rote bendel
und schöne röck und hembter drüber .
auch hüpsche schapler und rotund,
von manchen farben, rund und bund.
Fischart dicht. 1, 154, 821 Kurz.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1891), Bd. VIII (1893), Sp. 1324, Z. 23.

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