Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

ruhekissen, n.

ruhekissen, n.
1)
ein kissen, auf dem man ruht:
wer von eurem ruhekissen
hier gerissen
hat den rosenstrauch,
nicht that er's zum leid beflissen.
Rückert 2, 69;
da sprieszt die rote, die wilde ros'
in grünen finsternissen;
da beut am grund das frische moos
der lieb ein ruhekissen.
Geibel 2, 152.
2)
übertragen in der sprichwörtlichen redensart: ein gut gewissen ist ein sanftes ruhekissen;
o legt nicht schlafen das gewissen,
seid wach und seid auf gott gestellt!
es ist ein schlechtes ruhekissen
die sturmeswoge dieser welt.
Lenau 2, 254.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. VIII (1893), Sp. 1426, Z. 69.

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Zitationshilfe
„ruhekissen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ruhekissen>, abgerufen am 17.10.2021.

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