runkelrübe f
Fundstelle: Lfg. 8 (1891), Bd. VIII (1893), Sp. 1520, Z. 62
beta vulgaris, sowol für die purpursaftige speiserübe, als die futter- und zuckerfeldrübe, sowie den gartenblattmangold. Pritzel-Jessen. Höfer 3, 48, im henneb. runkelsbutzen Spiesz 200. das erste compositionsglied ist dunkel, doch liegt die annahme nahe, dasz das derbe, kräftige der rübe damit bezeichnet werden soll, vgl.runken, m. und runks. das erste compositionsglied allein im sinne von runkelrübe, baslerisch der runggel Seiler 244ᵃ. runkel (ohne geschlechtsangabe) in der provinz Preuszen: gehackter kohl mit runkeln. Frischbier 2, 238. andere bildungen: mangolt, an etlichen orten römischer kohl und rungelsen, heiszt lateinisch beta. Tabernaemontanus 815. runtsche, runkse, f. Schambach 176ᵇ. runkelte, f. Woeste 221ᵃ.
Zitationshilfe
„runkelrübe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/runkelr%C3%BCbe>, abgerufen am 17.11.2019.

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