Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

sümpflein, n.

sümpflein, n.,
dem. zu sumpf. in der älteren sprache. als kunstwort der anatomie zu sumpf 3 a δ für infundibulum, lacuna cerebri, dem vermeintlichen trichterbecken im menschlichen gehirn, vgl. Höfler krankheitsnamenb. 421ᵃ: weiter ist noch ein hölin oder sümpflin, die hat die form und gestalt eines drächters, ... in dieses sümpflin fliessen die groben dicken überflüssigkeiten vom hirn Ryff anatomy (1541) 61ᵃ. zu sumpf 4 a, waschtrog im bergwesen: lacusculus kaste, lautertrog, sumpflein Agricola de re metallica (1556) bei Diefenbach gl. 316ᵃ. masz für flüssigkeiten, nach sumpf 4 b, kleines, tragbares gefäsz, in der form sumpfel: item welcher hoffsman nit vor dem gericht ist, weist man vor ein sumpfel, und ist das sumpfel ein viertheil weins, den scheffen 5 schillingh (Eifel) weisthümer 3, 832. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1937), Bd. X,IV (1942), Sp. 1099, Z. 50.

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sühnungsweg
Zitationshilfe
„sümpflein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/s%C3%BCmpflein>, abgerufen am 12.07.2020.

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