Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

sündenübel, n.

sündenübel, n.:
sündübel malum culpae Schottel (1663) 521; sündenübel Kramer 2 (1702) 1168ᵃ; seit dem 17. jh. vor allem als terminus in der theologischen erörterung über die theodizee, die sünde als übel innerhalb der weltordnung: so ist er (gott) ja keineswegs ein ursächer des bösen oder des sündenübel Dannhawer catech. (1657) 1, 310; dasz es schon damals dergleichen falsche lehrer gegeben, welche das sündenübel einer unumgänglichen nothwendigkeit zugeschrieben und die ursache davon gott oder der götlichen verordnung zugeeignet haben Chph. Starke synopsis 3 (1737) 1412; nun steht im text, 'dasz es ohne die lehre vom satan und seinen würkungen schlechterdings unmöglich sei, den ursprung des sündenübels zu klären' M. Claudius Asmus (1775) 1, 143.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1941), Bd. X,IV (1942), Sp. 1156, Z. 46.

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sühnungsweg
Zitationshilfe
„sündenübel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/s%C3%BCnden%C3%BCbel>, abgerufen am 12.07.2020.

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