Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sündenbaum, m.

sündenbaum, m.,
vgl.sündenapfel. 1) nach 1. Mose 2: dort aber (im himmlischen Jerusalem) ist kein solcher sündenbaum V. Herberger himml. Jerusal. (1609) 267;
das war die sprache,
die in der menschheit unbewachten stunde
vom sündenbaume der versuchung klang
E. v. Wildenbruch Karolinger (1882) 27.
2) in verschiedener übertragung: der unseelige, wurmstichige und dornichte sündenbaum ist ... der gefallene mensch Dannhawer catechism. (1657) 1, 290; den sündenbaum in uns auszureuten Grimmelshausen 2, 519 Keller;
wenn uns der sündenbaum an unsern haren hält
bei Weichmann poesie d. Niedersachs. 3, 260.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1941), Bd. X,IV (1942), Sp. 1142, Z. 38.

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sühnungsweg
Zitationshilfe
„sündenbaum“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/s%C3%BCndenbaum>, abgerufen am 11.05.2021.

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