Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

sündenbekenntnis, n.

sündenbekenntnis, n.
1) jüngere, nicht vor ende des 18. jh. belegte bildung nach sünde I C 2, in der bedeutung meist schon mehr oder weniger abgeschwächt: wenn er ... redet, so sind das ... sündenbekenntnisse allg. dtsche biblioth. 115 (1793) 257; was Ludwig vom papste verlangte, war so ziemlich ein sündenbekenntnis und zurückgabe alles genommenen Herman Grimm Michelangelo 1, 331; scherzhaft: mein sündenbekenntnis hier aufzuzählen, würde sie langweilen fürst Pückler briefw. u. tageb. 7, 373. 2) als kirchlich-kultischer begriff; teil des beichtsakraments: zum würdigen empfang des buszsakraments gehören ... die beichte oder das sündenbekenntnis kath. katechism. f. d. erzbist. Köln (1915) 108; auch rief mir mein pedantisch-banales sündenbekenntnis (bei der letzten beichte) in der erinnerung jedesmal einen faden geschmack hervor Carossa kindheit u. verwandlungen e. jugend 83; teil der liturgie: liturg spricht sündenbekenntnis, gemeinde nimmt es auf mit dreimaligem herr, erbarme dich religion in gesch. u. gegenwart (1928) 2, 1349. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1941), Bd. X,IV (1942), Sp. 1142, Z. 60.

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sühnungsweg
Zitationshilfe
„sündenbekenntnis“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/s%C3%BCndenbekenntnis>, abgerufen am 04.08.2020.

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