Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sündenbrut, f.

sündenbrut, f.
bildhaft für sünde in kollektivem sinn:
helle spiegel meiner sündenbrut,
theure siegel deiner liebesglut
sind die wunden deiner pein
Woltersdorf sämtl. neue lied. (1773) 57.
gesellschaft von sündern: den ganzen tag im finstren winkel sitzen (vom priester im beichtstuhl) — mitten in der sündenbrut, und nichts hören als lumpereien und schurkereien und allerhand stinkende laster Rosegger II 4, 109. 'aus der sünde (sünde II B I) entsprossene nachkommenschaft': da ists schon besser, die geht ins wasser mitsamt ihrer sündenbrut H. v. Kahlenberg familie Barchwitz (1899) 200. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1941), Bd. X,IV (1942), Sp. 1144, Z. 24.

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sühnungsweg
Zitationshilfe
„sündenbrut“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/s%C3%BCndenbrut>, abgerufen am 08.05.2021.

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