Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

sündendiener, m.

sündendiener, m.
1) 'sünder', verstärkt (s.sünde VI 1 a, VII 4):
damit der gerechte knecht,
der vollkomne sühner
gläubig mach und recht gerecht
alle sündendiener
Paul Gerhardt bei Fischer-Tümpel 3, 337ᵇ;
man erschrickt über den schrecklichen und schnellen tod eines sündendieners Joh. M. Miller pred. f. landvolk (1776) 2, 231. 2) in einer besonderen anwendung auf Christus: solten wir aber, die da suchen durch Christum gerecht zu werden, auch noch selbs sünder erfunden werden, so were Christus ein sündendiener Gal. 2, 17; das sei ferne! so wäre Christus ein sündendiener in uns Jac. Böhme s. w. 6, 559 Schiebler; wofern nun ein solcher, der die erkenntnis der wahrheit empfangen hat, ... vorsätzlich sündigt, so macht der Christus zum sündendiener Lavater verm. schr. 2, 203.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1941), Bd. X,IV (1942), Sp. 1145, Z. 13.

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sühnungsweg
Zitationshilfe
„sündendiener“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/s%C3%BCndendiener>, abgerufen am 05.07.2020.

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