Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

sündenfrucht, f.

sündenfrucht, f.
zum bildbereich sünde VI 2, VII 4 gehörig:
ich, ich und mein geschlecht, sind nun von gott verflucht,
weh solcher sündenfrucht
Harsdörffer frauenz.-gesprächsp. 7 (1647) 344;
der hasz und geldgeitz böse sündenfrüchte zu tragen pfleget Butschky Pathmos (1677) 119. in spezieller bedeutung 'uneheliches kind': als ob der liebe gott ... ein ritter wäre und seine garde von cherubinen und seraphinen hauptsächlich dazu hielte, die sündenfrüchte groszer herren zu überwachen (kritisch über Kleists Käthchen v. Heilbronn) Hebbel w. 11, 88 Werner.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1941), Bd. X,IV (1942), Sp. 1146, Z. 63.

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sühnungsweg
Zitationshilfe
„sündenfrucht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/s%C3%BCndenfrucht>, abgerufen am 08.07.2020.

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