Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

sündenlohn, m.

sündenlohn, m.
1) poetisch, 'strafe für sünde':
er (gott) gibt ihm der höllen cron
als verdienten sündenlohn
J. Prätorius glückstopf (1669) 160;
dasz die zeit vielleicht nicht mehr gar ferne ist, wo die preuszischen schleppsäbel wieder mal über das Pariser pflaster rasseln, ... und wo die stolze Babel ... zum dritten male gedemüthigt wird und nun endlich ihren sündenlohn bei heller und pfennig ausgezahlt empfängt G. Jahn die deutschen freiheitskriege (1863) 231. 2) eigentlich, 'bezahlung für sünde':
und das silber zu verkaufen,
ihrer mordthat sündenlohn
Chph. v. Schmid ges. schr. (1858) 17, 114;
'und dies dein sündenlohn?', er wies auf die banknoten Jos. Messner ausgew. w. 192 bibl. dtsch. schriftst. aus Böhmen 7; speziell 'dirnenlohn': dieses bettelweib mag immer wieder mit teller und laterne sich am pont des arts aufstellen oder von deinem sündenlohn leben W. Hauff sämtl. w. (1890) 5, 147; die geschöpfe (die bekehrten dirnen) ... hatten ... nicht mehr an einen sündenlohn gedacht G. Keller (1889) 7, 390; dasz es so ... allen verrätern gehen werde, die dem feinde einen dienst erwiesen und für einen sündenlohn die gemeinsame sache verrieten Werner Beumelburg Mont Royal (1936) 239. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1941), Bd. X,IV (1942), Sp. 1150, Z. 5.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
sühnungsweg
Zitationshilfe
„sündenlohn“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/s%C3%BCndenlohn>, abgerufen am 07.08.2020.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch (¹DWB)