Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sünderhaft, adj.

sünderhaft, adj.,
im 17. und 18. jh. 1) in der art eines sünders, wie bei einem sünder: hat nun gott einen solchen zu einem priester nit wollen haben, dessen leben vorhin sünderhaft Abr. a s. Clara Judas 2 (1689) 367. 2) sündbewuszt: er hatte ein zärtliches gefühl vom heiland, eine ungefärbte bruderliebe und ein kleingesinntes, sünderhaftes wesen D. Cranz Grönland (1770) 2, 777; die in der gemeine vorgekommenen versehen und vergehungen wurden nicht vergessen, sondern mit sünderhafter scham vor ihm bekannt A. G. Spangenberg Zinzendorf (1773) 823.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1941), Bd. X,IV (1942), Sp. 1164, Z. 20.

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sühnungsweg
Zitationshilfe
„sünderhaft“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/s%C3%BCnderhaft>, abgerufen am 08.05.2021.

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