Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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sündensack, m.

sündensack, m.
1) ursprünglich der sünder (s.sünde VII 3 a). schon mhd.:
ez klagt deu naht und der tac
über dich, du sündensac
Heinr. v. Neustadt gottes zukunft 7188 Strobl;
wer bedenkt, dasz er ein raucher und wüster sündensack ist, der wird die flügel wol sinken lassen Lehman florilegium (1662) 1, 427. 2) der sündliche leib (s. teil 8, 1613): wir werden in jenem leben den sündensack ..., den befleckten rock des fleisches, abgelegt haben Irenaeus spiegel d. ew. lebens (1589) h 3ᵃ; betet, betet, dasz euch der rippenhans (der tod) euren sündensack auszieht Rosegger II 3, 104. 3) bildlich für eine vielzahl von sünden: wie bist du, schöner engel (der teufel), zu einem träger des sündensacks worden? Jac. Böhme s. w. 6, 437 Schiebler;
der sündsack, den wir heut ausleeren,
kan morgen wieder neu beschweren
Abr. a s. Clara etwas f. alle 2 (1711) 552.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1941), Bd. X,IV (1942), Sp. 1153, Z. 19.

sündsack, m.

sündsack, m.,
s.sündensack. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1941), Bd. X,IV (1942), Sp. 1191, Z. 33.

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sühnungsweg
Zitationshilfe
„sündsack“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/s%C3%BCndsack>, abgerufen am 15.05.2021.

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