Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

süpflein, n.

süpflein, n.,
demin. zu supf und supfe. über ahd. *supfîn, suphila sieh unter ¹suppe.
1)
zu supfe. 'brei, süppchen': ich (Esau) wil dir (Jacob) das suphlyn geben fur dy primogenitura Luther 9, 376 W.
2)
zu supf. 'schlückchen': die küchlein sind zu dem husten, so man eins nach dem andern im mund zerschleisen und folgends mit süpflein hineinschleichen lässet Tabernämontanus kräuterb. (1664) 583; süpffle, kleins trünkle sorbitiuncula Maaler (1561) 395ᵇ; im vergleich:
wie darftestu, kleins heuffle,
nit mehr den tusend mann
gegen eim see ein süpfle,
acht tusend mann bestan?
(1620) schweiz. id. 7, 992, dazu 7, 1257;
mich glüst hât, en par süpfli vom gwihten wasser ztrinken 6, 1898; auch süpferlein kleines schlückchen Fischer schwäb. 5, 1963.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1941), Bd. X,IV (1942), Sp. 1217, Z. 27.

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sühnungsweg
Zitationshilfe
„süpflein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/s%C3%BCpflein>, abgerufen am 08.05.2021.

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