Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sürflein, n.

sürflein, n.,
schlückchen, zu sürfeln Kramer teutschital. 2 (1702) 1041ᶜ; sürpflein ein kleines züglein im trinken Ludwig teutsch-engl. (1716) 1929. mundartlich als sürpfel Staub-Tobler 7, 1334. hier auch surpf 'schluck' zu surpfen ebda 1332; surpf als 'säufer' und dem. surpfli 'einer, der beim trinken gerne schürft' bei Martin-Lienhart elsäss. 2, 375, vgl.supf zu supfen oben sp. 1215. — von einer sonst nicht bezeugten bedeutung sürfeln 'schlürfend gehen' (s.sörfeln teil 10, 1, 1755, serfeln ebda 623; vgl. die gleiche doppelheit der bedeutungen bei schlurfen teil 9, 850 f., schlucken ebda 853, schweiz. surggen Staub-Tobler 7, 1322) als schlappschuh: sürflein ciantello Kramer teutsch-ital. 2 (1702) 1041ᶜ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1941), Bd. X,IV (1942), Sp. 1262, Z. 42.

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sühnungsweg
Zitationshilfe
„sürflein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/s%C3%BCrflein>, abgerufen am 12.05.2021.

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