Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

süszduftend, part. adj.

süszduftend, part. adj.,
zu süsz I B, vorwiegend in poetischem gebrauch, seit der zweiten hälfte des 18. jh. 1) in dem allgemeinen sinne von 'wohlriechend, lieblich duftend', besonders zu süsz I B 1 b und e:
sey mir gegrüszt, süszduftende luft im schattichten lichte
v. Schönaich ganze ästhet. in einer nusz (1754) 26;
farbengeschmückte, vom hauch süszduftender blumen umwehte,
ewigblühende horen
Herder 26, 181 S.;
bringe ihm den kostbaren und süszduftenden weihrauch deiner gebete W. Ziethe Immanuel (1890) 95; übertragen: o dasz ... ihr sie (die göttin der weisheit) liebgewönnet vor aller süszduftenden ... zum verderben abführenden wohllust Herder 30, 59 S.; ein frühling von ... süszduftenden worten deutsch. museum (1812) 1, 25 Fr. Schlegel. 2) als spezifische geruchsqualität, s.süsz I B 2:
wo in süszduftenden hollunderbüschen
ein zeisig zwitschernd sich das nest gebaut
H. v. Kleist 2, 206 E. Schm.;
Käthi ... löste gar manchen schönen batzen aus dem süszduftenden waldsegen (erdbeeren) Jer. Gotthelf ges. schr. (1855) 4, 277. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1942), Bd. X,IV (1942), Sp. 1326, Z. 65.

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sühnungsweg
Zitationshilfe
„süszduftend“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/s%C3%BCszduftend>, abgerufen am 04.08.2020.

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