Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

süszig, adj.

süszig, adj.,
'süsz', nur spärlich bezeugt, doch vgl. abgeleitete bildungen wie süszigen, süszigkeit, süsziglich. mhd. süezec, älternhd. süszecht, süszechtig; im schweiz. noch süeszochtig Staub-Tobler 7, 1411: zunächst als wort des geblümten stils:
unt sagt dem danc, der rîchez lop erworben hât,
sô wirt sîn prîs zuo allen zîten süezic
Frauenlob 333, 10 E.,
vgl. Suchenwirt 29 Primisser. im geschmacksbereich (süsz I A 2): das kraut und wurtzel (des queckengrases) haben einen süszechtigen geschmack Tabernämontanus neu kräuterb. (1588) 636; der palmbaum ... bringt fructus dulcissimos, lange suͤszechte fruͤcht H. Braun decas XIII u. XIV (1617) 201; noch bei Stieler: süszig dulcis stammb. (1691) 2242; in speziellem sinne: suszig olidus, rancidus, foede olens ... suszichtes wildpret caro ferina olida, putrida, gravis odoris ebda 2243 (s. süszlich B 1 b); nd. sötig als kosewort: he is en ganzen sötigen Mensing schlesw.-holst. 4, 715; vereinzelt auch schwäb., s. Fischer 5, 1971. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1942), Bd. X,IV (1942), Sp. 1337, Z. 7.

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sühnungsweg
Zitationshilfe
„süszig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/s%C3%BCszig>, abgerufen am 12.07.2020.

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