Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

süszmaul, n.

süszmaul, n.
1) als kosewort: mein süszmüle, mein allerliebste, mein zuckermündle mulsa mea, blandientis Maaler (1561) 395ᶜ; vgl.sötmuul Mensing schlesw.-holst. 4, 715. 2) in älterem gebrauch auch zu süsz II C 2 a β, 'schönredner, schmeichler': ohn dasz süszmaul Ficinum (d. i. den arzt Ficinus) Fischart Gargantua 254 ndr.; augendiener, ohrenjucker und süszemäuler Chr. Gilbert d. ander theolog. müntzfrage (1621) 58. 3) 'leckermaul': sonst gedächtest du meines süszmaules nicht: eine naschkatze kann unmöglich minister werden Holtei erz. schr. 7, 54; vgl. Fischer schwäb. 6, 3263, schweiz. id. 4, 181. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1942), Bd. X,IV (1942), Sp. 1353, Z. 3.

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sühnungsweg
Zitationshilfe
„süszmaul“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/s%C3%BCszmaul>, abgerufen am 18.06.2021.

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