Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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süszmündig, adj.

süszmündig, adj.
1) zu süsz II C 2 a β, 'schönrednerisch' im sinn des trügerischen, verführerischen, im 16. und frühen 17. jh.: o, wie gern hörete ich dies zeugnisz von ihm, wenn er nur nicht so süszmündige, glatte, prächtige wort führete Luther tischreden 4, 213 W.; solche suͤszmündige lerer schädlicher sein Joh. Nas antipap. eins u. hundert (1567) 3, 168ᵇ. mit anspielung auf die geschmacksbedeutung (s. 2): gezuckerte und süszmündige wort Ägid. Albertinus schauplatz (1612) 176; allen süszmündigen honig-, zucker- und suppenpredigern (um 1600) bei Fischer schwäb. 6, 3263. gelegentlich in jüngerer sprache, von einem weisen: und ich brannte vor verlangen, beim süszmundigen, — mich über seinen unfall zu erkundigen Rückert (1867) 11, 267. 2) seltener zu süsz I A 'wohlschmeckend, süszschmeckend': damit sie desto weniger abscheu haben sie (die pillen) zu nehmen, und desto leichter hinder schlingen mögen, nachdem sie uberzogen und süszmündig gemacht worden sein P. Crocius martyrbuch (1617) 57ᵇ. — dazu süszmündigkeit, f., aber ohne üblen nebensinn, mehr zu süsz II B 1 gehörend, 'beredsamkeit': gelehrte, unnd in römischer zungen liebliche süszmündigkeit Joh. Füglin de praestigiis daemonum (1586) 294ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1942), Bd. X,IV (1942), Sp. 1353, Z. 33.

süszmündig, adj.

süszmündig, adj.
1) zu süsz II C 2 a β, 'schönrednerisch' im sinn des trügerischen, verführerischen, im 16. und frühen 17. jh.: o, wie gern hörete ich dies zeugnisz von ihm, wenn er nur nicht so süszmündige, glatte, prächtige wort führete Luther tischreden 4, 213 W.; solche suͤszmündige lerer schädlicher sein Joh. Nas antipap. eins u. hundert (1567) 3, 168ᵇ. mit anspielung auf die geschmacksbedeutung (s. 2): gezuckerte und süszmündige wort Ägid. Albertinus schauplatz (1612) 176; allen süszmündigen honig-, zucker- und suppenpredigern (um 1600) bei Fischer schwäb. 6, 3263. gelegentlich in jüngerer sprache, von einem weisen: und ich brannte vor verlangen, beim süszmundigen, — mich über seinen unfall zu erkundigen Rückert (1867) 11, 267. 2) seltener zu süsz I A 'wohlschmeckend, süszschmeckend': damit sie desto weniger abscheu haben sie (die pillen) zu nehmen, und desto leichter hinder schlingen mögen, nachdem sie uberzogen und süszmündig gemacht worden sein P. Crocius martyrbuch (1617) 57ᵇ. — dazu süszmündigkeit, f., aber ohne üblen nebensinn, mehr zu süsz II B 1 gehörend, 'beredsamkeit': gelehrte, unnd in römischer zungen liebliche süszmündigkeit Joh. Füglin de praestigiis daemonum (1586) 294ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1942), Bd. X,IV (1942), Sp. 1353, Z. 33.

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Zitationshilfe
„süszmundig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/s%C3%BCszmundig>, abgerufen am 08.07.2020.

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