Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

süszreden, vb.

süszreden, vb.
1) zu süsz II C 2 a β, 'schmeicheln, verführerisch reden', vgl. condulcare zuzeredin (1420) Diefenbach n. gl. 107ᵇ: mit dem schmeicheln und süszreden richtest du bei mir nichts aus Rosegger III 4, 276. 2) als part. präs. zu süsz I C 2 a, im akustisch-ästhetischen bereich: also sint etwan die cretensischen richter gwesen gegen dem suͤszredenden Homero Casp. Hedio chron. German. (1530) 104ᵃ; zu vieler musikanten bedurfte es, um die süszredenden neun jungfrauen vom Olymp durch das christentum zum schweigen zu bringen Gregorovius lateinische sommer (1904) 266. etwas anders: auch einer der gebildeten und süszredenden (d. i. minder grob redenden) unter ihnen (den frommen, die gegen Goethe und Schiller eifern) D. Fr. Strausz ges. w. (1876) 7, 546. — dazu in älteren kompositionsbildungen: süszredenheit, f.: suaviloquentia suͤszredenheit Calepinus XI ling. (1598) 1394ᵃ. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1942), Bd. X,IV (1942), Sp. 1353, Z. 59.

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sühnungsweg
Zitationshilfe
„süszreden“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/s%C3%BCszreden>, abgerufen am 08.07.2020.

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