Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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schäfel, n.

schäfel, n.,
s. schäflein.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1892), Bd. VIII (1893), Sp. 2001, Z. 21.

scheffel, m.

scheffel, m.
modius, alte bezeichnung eines hölzernen gefäszes und hohlmaszes für getreide; weiterbildung zu schaff, n. sp. 2013, das ebenfalls als kornmasz dient (vgl. gr. 3, 459). nachbildungen des speciell deutschen wortes sind mlat. scapilus (capitular von 794 bei Graff 6, 449), scopellus, sceffillum. scefil Graff a. a. o.; scheffel, schöffel, schoffel, schepphel, scheffil, schuffel, modius Dief. 364ᶜ. nov. gloss. 255ᵃ; schäffel, scheffel Frisch 2, 156ᶜ; nd. schepel Schiller-Lübben 4, 73ᵇ. brem. wb. 4, 636; schäpel Mi 75ᵃ; schiepel Woeste 228ᵇ; zu trennen hiervon ist das oberd. das schäffel, scheffel, als dimin. zu schaff, das wie dieses ein kornmasz bezeichnet. Schm. 2, 375.
1)
im eigentlichen sinne als masz für trocknes, besonders getreide: halber scheffel, semodius; anderthalbe scheffel, sesquimodius Stieler 1782; nd. schêpeler fîwe soll ek anschaffen Schambach 182ᵇ (über das -er s. oben theil 3, sp. 693 und 114); in deinem hause sol nicht zweierley scheffel, gros und klein sein. du solt ein vollig und recht gewicht, und einen völligen und rechten scheffel haben. 5 Mos. 25, 14; hiernach sprichwörtlich: gleichen scheffel (gleiches recht) soll man allerwegen lassen gehen. Petri (1605) F f 5ᵇ, vgl. Vilmar 344;
wente got, de alderwegen is, he en wilt nicht vorgeten,
mit dem sulven scheppel wil he wedder meten.
des dodes danz 1152;
(das reich gottes) ist einem sawerteige gleich, welchen ein weib nam, und verbarg jn unter drey scheffel melhs. Luc. 13, 21; man zündet auch nicht ein licht an, und setzt es unter den scheffel, sondern auff einen leuchter. Matth. 5, 15; hiernach in viel gebrauchten redewendungen: unser liecht stehet nicht unter dem scheffel verborgen, sondern brennet, und leucht frey auff dem leuchter. Luther 6, 19ᵃ; da versuchet sie (die welt) allerley, das sie uns solch liecht dempffe, und in einen winckel treibe, oder unter den scheffel stürtze. 5, 370ᵃ; aber seid nur keck und getrost dagegen, das jr nur so viel erhaltet, das jr nicht unter den scheffel kriecht. ebenda;
am schwersten zu bergen ist ein gedicht,
man stellt es unter'n scheffel nicht.
Göthe 5, 11.
mehrere sprichwörtliche wendungen verbinden reimend scheffel als das grosze masz und löffel als das geringfügigste: hast du es nicht mit scheffeln, so hast dus doch mit löffeln (gib dich zufrieden mit dem deinigen). Simrock 8904; ähnlich: gifft di godt nicht ein schepel vul, so gifft he di en lepel vul. sprichw. bei Schiller-Lübben 4, 73ᵇ; magt nich in en scheepel, so magt dog in en leepel. Schütze 4, 31;
nehmen sie uns das unsre in scheffeln,
müssen wir's wieder bekommen in löffeln.
Schiller Wallenst. lager 1;
wer reich werden will musz mit scheffeln einnehmen und mit löffeln ausgeben; umgekehrtes verhalten führt zu schlimmem ende: by schepelen ut, mit lepeln inmeten, wen de teringe nicht na der neringe is. Schiller-Lübben 4, 73ᵇ. brem. wb. 4, 636. Danneil 182ᵇ; mit scheffeln und löffeln messen, ausgeben, verschwenderisch leben: he mitt mit scheepeln und leepeln, er läszt viel, auf alle art aufgehen. Schütze 4, 31; vor verschwendung warnt das sprichwort: de êne schêpel langet den andern bei Wander 4, 116; geld mit scheffeln messen, ungeheuer reich sein; he weet sines schepels deepe nicht, kennt nicht die grösze seines vermögens. Schiller-Lübben 4, 73ᵇ; ikk will em den schepel vull meten, ich will noch diesz zum überflusse thun. Dähnert 404ᵃ. scheffel als masz oder gefäsz für andere dinge: ich habe mit ihm schon einen scheffel salz zusammen gegessen, unsere bekanntschaft ist alt. Campe (s. oben salz 1, g, sp. 1706); Hannibal sande do to Kartagine dre scepele vul guldiner vingerne, de he van den doden nam. d. chron. 2, 1, 83, 37. in bildlicher anwendung: da sie den scheffel ihrer bosheit genugsamb gefüllet hetten. Micrälius altes Pommern 3, 496.
2)
besonderes: scheffel heiszt ein viereckiger kasten ohne boden, womit man eine bestimmte menge pflastersteine umschlieszen kann und nach dem man die menge der steine berechnet. Jacobsson 3, 567ᵃ; scheffel als feldmasz zur bezeichnung eines ackerstückes, das gerade einen scheffel aussaat bedarf. ebenda.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1893), Bd. VIII (1893), Sp. 2383, Z. 55.

scheffel, m.

scheffel, m.
scabinus, schöffe, s. schöffel.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1893), Bd. VIII (1893), Sp. 2384, Z. 45.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schäfel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sch%C3%A4fel>, abgerufen am 02.08.2021.

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