Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schäfergedicht, n.

schäfergedicht, n.
gedicht, welches das schäferleben behandelt, bukolisches gedicht, ecloge, idylle. Frisch 2, 157ᵃ. Adelung: das schäfergedicht (idyll, ekloge) ist die sinnlich vollkommene darstellung veredelter handlungen, sitten, leidenschaften und empfindungen solcher menschen, die in kleinen, gewöhnlich ländlichen, gesellschaften beysammen leben. Eschenburg theorie 68; alle arten der empfindungen und handlungen, die in einem gesellschaftlichen, das weder zwang noch verbrechen kennet, entstehen, gehören für das schäfergedicht. Herder fragm. 3, 223; freier: niemand, als herr Lessing, sollte befugt sein, jüdische schäfergedichte zu schreiben. briefe über merkwürdigk. der litt. 192, 29 Weilen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1892), Bd. VIII (1893), Sp. 2005, Z. 46.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schäfergedicht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sch%C3%A4fergedicht>, abgerufen am 03.08.2021.

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