Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schäferleben, n.

schäferleben, n.
leben eines schäfers oder als schäfer, idyllisches leben: in Griechenland .. wo das schäferleben gewisz allgemeiner und edler war, als es bey uns ist. Hagedorn 3, 167; dem schäferleben des Orients war diesz scheuchlied wider die ... schakals nöthig. Herder z. rel. u. theol. 4, 18; hör wir wollen ein schäferleben führen. La Feu ein schäfer, und ich eine schäferin. Klinger theater 2, 354 (sturm und dr. 5, 4); das schäferleben an sich bietet ohnehin auszer der ruhe und langweile wenig mehr, als das ganshirtenleben dar. J. Paul vorsch. d. ästh. 2, 128;
o überseligs schäfferleben,
dein lob kan niemand gnug erheben!
Rist Parnasz 196 ff.;
ums schäferleben
soll man gern geben,
ich weisz nicht was.
des knaben wunderhorn 1, 490 Boxberger;
das war die lust des schäferlebens.
Hagedorn 3, 39;
vergnügt mit meinem schäferleben
will ich kein feld für hof und stadt,
für kronen keine kränze geben.
Gleim im Göttinger musenalm. 1771, 166;
da wollen wir im angesicht des himmels
ein unbeflecktes schäferleben führen.
Götz 3, 23.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1892), Bd. VIII (1893), Sp. 2007, Z. 74.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schäferleben“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sch%C3%A4ferleben>, abgerufen am 29.07.2021.

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