Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schäferlich, adj.

schäferlich, adj.
einem schäfer entsprechend oder angemessen, nach art eines schäfers, oder eines zärtlichen liebhabers: du gefielst mir heut in deinem weissen anzug mit den rothen bändern auserordentlich; er hat so vlel frühlingsmäsziges und schäferliches. J. M. Miller beitrag z. gesch. d. zärtlichk. 3; das klingt zu schäferlich für ein feldlager. Immermann 14, 184;
schäferlich lauscht ihr
unter dem hangenden dach der kastanie, dasz ich vorbeisah.
Voss 2, 208;
hier erheitern sich
herr und herrin schäferlich.
5, 250;
du müsztest wohl mit blankem speer,
o mann, sie erst erwerben,
und billig schäferlich vorher
ein paar mal für sie sterben!
Bürger 17ᵃ;
ein kurzer schäferlicher name.
59 Sauer (vgl. schäfername);
die grille dreht geschwind das beinchen um,
streicht an des thaues kolophonium
und spielt so schäferlich die liebesgeige.
A. v. Droste-Hülshoff 1, 82.
schäferliche zeiten soviel wie schäferzeit:
als in den schäferlichen zeiten
Dione noch auf erden war.
Göttinger musenalm. 1777, 21.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1892), Bd. VIII (1893), Sp. 2008, Z. 27.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schäferlich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sch%C3%A4ferlich>, abgerufen am 02.08.2021.

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