Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schäferstab, m.

schäferstab, m.
pedum Stieler 2109. Frisch 2, 157ᵃ, ein langer stab, womit die schäfer ihre schafe treiben oder erde nach ihnen werfen, um sie von einem orte wegzubringen. Campe; in der schäferpoesie sind mit bändern geschmückte stäbe ein ständiges attribut der schäfer: als der zwerggestaltete sohn Isai mit schäferstab, hirtentasche und schleuder hervorhüpfte. Göthe 18, 9;
er (Johann v. Nepomuk) trägt ein schäferstab,
den er in händen hat.
Pröhle volksl. 236;
so bald er nur gehört von Amarillis pein,
so bald kam schäffer-stab und heerd ihm wieder ein.
A. Gryphius 1, 661;
ihr thäler, denen sie, den schäferstab
in ihrer schönen hand, so oft besuche gab.
Götz 2, 185;
der eine steigt die bühn' hinauf
mit einem schäferstab.
214;
da kam ein held im streite,
den schäferstab in der hand.
Uhland ged. (1864) 233;
es war ein hirt, mild wie die gottesgabe ..
ein blaues band an seinem schäferstabe.
Grillparzer 1, 148.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1892), Bd. VIII (1893), Sp. 2010, Z. 76.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schäferstab“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sch%C3%A4ferstab>, abgerufen am 23.07.2021.

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