Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schäkerei, f.

schäkerei, f.
das schäkern, getändel, mutwille, scherz. Adelung. in älterer zeit auch schökerei, schöckerei (vgl. schäker und schäkern): der graf heurathet sie einmal nicht, und zur schökerey dünkt sich unser einer zu gut. Weisze kom. op. 3 (1771), 30 (ausg. von 1777 s. 14 schöckerei); Don Pedro gestand ihr willig ein, das es (die feenmärchen) schäkereien seyen. Wieland 11, 18; die starken geister, witzlinge und philosophen .. pflegten aus übermuth, oder um ihre herzhaftigkeit zu beweisen, den geist (Rübezahl) oft zu citieren, aus schäkerei bei seinem ekelnamen zu rufen und auf ihn zu schimpfen. Musäus volksm. 1, 21 Hempel; natürlich gerieth sie auf den wahn, das sei eine abgeredete sache, und der herr von Riesenthal würde der schäkerei dadurch ein ende machen, dasz er unvermuthet selbst zum vorschein käme. 71; ich habe eure einwilligung, und wegen der schäkerey wollen wir —. Göthe 11, 113;
drum weg mit schäkerein!
Bürger 23ᵇ.
seltener concret, von scherzgegenständen, süszigkeit: da wir ihn um arzney plagten und er wohl sah dasz uns nichts fehlte, gab er doch jeder eine dose wohlriechender und wohlschmeckender schäkereyen. Göthe 11, 45.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1892), Bd. VIII (1893), Sp. 2055, Z. 57.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schäkerei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sch%C3%A4kerei>, abgerufen am 29.07.2021.

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