Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schälkelei, f.

schälkelei, f.
schalkhaftes benehmen, schalkheit, der form nach verbalsubst. zu einem verb. schälkeln, das jedoch nicht belegt ist, oder analogiebildung nach witzelei u. ähnl. im sinne von schalk 3: die dirne, verwundert über diese rede, sah ihm starr und steif ins gesicht, und weil darin das fältlein der schälkelei oder des trugs sich nicht offenbarte, gewann sie zutrauen. Musäus volksm. 1, 27 Hempel; mensch! lasz deine schälkelei und deinen witz zur unzeit. Weisflog (1824) 1, 131. wie schalkhafter streich: sie (Melechsala) hatte weder ahnungen noch warnungen von Amors schälkeleien empfangen, die er an unerfahrenen schönen zu begehen pflegt. Musäus 1, 104 Hempel.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1892), Bd. VIII (1893), Sp. 2076, Z. 6.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schälkelei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sch%C3%A4lkelei>, abgerufen am 03.08.2021.

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