Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schamede, schämede

schamede, schämede,
mit syncope schamde, schemde, f. scham, mhd. schamede, schemede mhd. wb. 2, 2, 136ᵇ. Lexer mhd. handwb. 2, 649. vereinzelt auch noch später im hd.: wenn jemand bey seines vaters weib schlefft, das er seins vaters schambd geblöszet hat, die sollen beide des tods sterben. 3 Mos. 20, 11; dennoch tharn sie an forcht und schambde sagen. Luther 1, 389 Weim. ausg.; das erheben macht sie feind und verfolger, aber die demut, das ist die schembde und schrecken, macht sie freunde. 1, 22ᵃ Jenenser ausg.; er senket das haupt nider, ausz groszer schembde. Aimon 9;
wiltu des kein schemde hain.
Alsf. passionssp. 546.
mnd. schemede, schamede, schamte Schiller-Lübben 4, 68ᵃ. 44ᵇ; so auch im neueren nd.: is kien schaamte in di? brem. wb. 4, 603, schemde Woeste 227ᵃ, schamete, schâmte ten Doornkaat Koolman 3, 95ᵃ; mnld. scaemt:
spot ende scaemt ende spitighe tale.
Reinaert 6717.
neunld. schaamte.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1892), Bd. VIII (1893), Sp. 2111, Z. 13.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schämede“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sch%C3%A4mede>, abgerufen am 03.08.2021.

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